Gottes verborgenes Handeln in der Schöpfung

„Wenn du etwas säst, dann säst du nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen Samenkörner. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und jedem der Samen seinen eigenen Leib.“ – 1. Korinther 15,37

Hier finden wir eine gewaltige Aussage über Gottes verborgenes Handeln in der Schöpfung; wie Er jedem Samen so angelegt hat, damit daraus die jeweilige einzigartige Pflanze entsteht.

Paulus möchte uns hier keine direkte Lektion über Ackerbau, Biologie oder Entwicklungsstadien von Getreidearten geben, er möchte uns vielmehr darüber aufklären, dass Gott zwar im Verborgenen aber dennoch aktiv in der Schöpfung am Werk ist. Für Paulus ist es völlig unvorstellbar, dass die Schöpfung losgelöst von Gottes Handeln funktionieren und sich entwickeln könnte. Gott handelt – jetzt!

In Psalm 94,9 heißt es:

Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?

Psalm 94,9

Für den Psalmisten ist klar, dass Gott der Schöpfer des Auges ist und dass Er auch derjenige war, der den Kopf mit Ohren ausgestattet hat, damit sie ihren Zweck erfüllen.

Wenn wir also über das Wunder des Auges und über die ausgezeichnete Bauweise des Ohres staunen, dann bestaunen wir dabei nicht zufällig entstandene Produkte, sondern Ergebnisse der Weisheit, der Kreativität und der Macht Gottes!

Vergleichbares finden wir in Psalm 95,5, wo es heißt:

Sein ist das Meer; er hat es ja gemacht, und das Trockene, seine Hände haben es gebildet.

Psalm 95,5

Ja, Gott hat nicht nur irgendwann vor Urzeiten einmal das Meer erschaffen und es dann sich selbst überlassen; nein, es heißt hier: „Sein ist das Meer.“ Er ist der Eine, der „Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist“ (2. Mose 20,11). Und weil Er es gemacht hat, deshalb gehört es Ihm und dient zu seiner Verherrlichung! Es ist sein Eigentum, es trägt seine Signatur.

Zeugt die Welt um uns herum nicht deutlich von Seiner Größe, von Seiner Herrlichkeit? Und wenn wir die Wunder betrachten, die uns täglich umgeben, müssen wir dann nicht darüber staunen, dass alles so wundervoll gemacht ist?

HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güte.

Psalm 104,24

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