Die Predigt des Wortes Gottes – Herold August 2020

„Predigten, die die Welt veränderten!“ Das ist der Titel eines Buches, das seit Jahren auf meinem Schreibtisch liegt – bei den Büchern, in die ich immer mal wieder reinschaue. Schlägt man das Buch auf, dann fällt auf, dass die meisten Predigten aus dem 17. Jahrhundert stammen und von bekannten Puritanern (angelsächsischen wie Bunyan und Jonathan Edwards) gehalten wurden. Natürlich zeigt schon der Titel, dass es Predigten aus der Vergangenheit sind; dass sie früher mal die Welt verändert haben. Aber mir kam der Gedanke: Gibt es heute noch Predigten, die die Welt verändern?

Predigten haben generell keinen besonders guten Ruf mehr. Menschen ohne christlichen Hintergrund setzen den Begriff „Predigt“ häufig mit „Standpauke“ gleich, nach dem Prinzip: „Mein Chef hat mir wieder eine Predigt übers zu-spät-Kommen gehalten.“ Oder sie verbinden sie mit einer liturgischen Vorlesung, bei der man kaum etwas versteht und hinterher auch nicht schlauer ist. Und auch für viele Christen haben Predigten nicht unbedingt den höchsten Stellenwert. Gottesdienste gehen schließlich auch ohne ganz gut. Bibellesen kann ich auch allein in meinen vier Wänden. Und wenn eine Predigt, dann bloß nicht zu lange, schließlich braucht man die Zeit noch für Wichtigeres. Wer kennt nicht das Zitat: „Man darf über alles predigen aber nicht über zwanzig Minuten!“

Aber mit Predigten die Welt verändern? Unmöglich!

Ich übertreibe etwas, aber mal ehrlich: Kennen wir solche Aussagen (oder Gedanken) nicht auch?

Deshalb wäre wirklich die Frage angebracht: Wozu überhaupt predigen? Und wenn gepredigt wird, worüber und wie sollte dann in unserer Zeit gepredigt werden? Dazu möchten wir in dieser Ausgabe einige Gedanken äußern.

Inhalt

Predigten, die verändern

Heutzutage hören wir alles mögliche von unseren Kanzeln. Doch welche Botschaft muss gepredigt werden, damit Menschen tatsächlich verändert werden? Benjamin Schmidt plädiert dafür, dass das biblische Evangelium immer noch das Zentrum unserer Verkündigung sein muss.

Predige das Evangelium – und weil es nötig ist, gebrauche Worte

Muss es nicht richtig heißen: Predige das Evangelium, und wenn nötig, gebrauche Worte? Nein, wir haben uns nicht verschrieben. Denn Ed Stetzer zeigt auf, dass diese Vorstellung von der Verkündigung des Evangeliums weder biblisch noch hilfreich ist. Stattdessen zeigt er uns die einzig wirkliche Alternative auf.

Die Predigt im Alten Testament

Weltweit wird jeden Sonntag Gottes Wort gepredigt. Je nach Kultur unterscheiden sich Länge, Aufbau, Stil, praktische Anwendung und Beispiele einer Predigt. Doch ungeachtet dessen liegen jeder biblischen Predigt gewisse Prinzipien zugrunde, die wir bereits im Alten Testament finden.

Die Auslegungspredigt

Mark Dever, Pastor mit langjähriger Erfahrung im Verkündigungsdienst, zeigt uns anhand der Bibel auf, warum die Auslegungspredigt die Norm und nicht eine Ausnahme auf unseren Kanzeln darstellen sollte.


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