Jesus von den Toten auferstanden

8 Gründe, warum ich glaube, dass Jesus von den Toten auferstanden ist

Kann man im 21. Jahrhundert noch glauben, dass Jesus von den Toten auferstanden ist? Ja, dass kann man. John Piper nennt uns 8 gute Gründe, warum er glaubt, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.


1. Jesus selbst bezeugte seine zukünftige Auferstehung aus den Toten

Jesus sprach ganz offen darüber, was mit Ihm geschehen würde, von seiner Kreuzigung und anschließenden Auferstehung aus den Toten:

Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohen Priestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.

Markus 8,31

Diejenigen, die die Auferstehung Christi für unglaubwürdig halten, werden vermutlich sagen, dass Jesus verwirrt war oder, dass die frühe Kirche Ihm diese Worte in den Mund gelegt hat. Aber diejenigen, die die Evangelien lesen und zu der Überzeugung kommen, dass Jesu Worte nicht die Erfindung törichter Vorstellungskraft sind, wird sich mit seinem Zeugnis zufrieden geben.

Die Vorhersagen Jesu bezüglich seiner Auferstehung beschränken sich nicht nur auf direkte Aussagen, wie etwa das obige Zitat aus Markus 8,31. Wir finden ebenfalls indirekte Aussagen Jesu. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Jünger sich diese ausgedacht haben sollen, ist ziemlich gering. Hier ein Beispiel:

Zwei Zeugen bezeugten auf zwei sehr unterschiedliche Weise die Aussage Jesu, die dieser über den Tempel machte. Jesus sagte, dass wenn seine Feinde den Tempel (seines Leibes) zerstören würden, Er ihn nach drei Tagen wieder aufbauen würde (vgl. Joh 2,19; Mk 14,58 und Mt 26,61).

Er sprach auch von dem „Zeichen Jonas“ – drei Tage im Herzen der Erde (vgl. Mt 12,39; 16,4). Zusätzlich zu seinen eigenen Worten, sagten selbst seine Ankläger, dass Jesus von seiner Auferstehung gesprochen hatte: „Herr, wir haben uns erinnert, dass jener Verführer sagte, als er noch lebte: Nach drei Tagen stehe ich wieder auf“ (Mt 27,63).

Unser erster Beleg für die Auferstehung ist, dass Jesus selbst darüber gesprochen hat. Die Art und Weise, wie Er darüber sprach, macht es sehr unwahrscheinlich, dass seine Worte nur eine Erfindung der Kirche sind. Auch Jesus selbst, wie Er in den Evangelien dargestellt wird, erscheint nicht als ein Verrückter oder ein Betrüger.

2. An Ostern war das Grab leer

Die frühesten Dokumente berichten uns folgendes: „Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht“ (Lk 24,3). Und die Feinde bestätigten dies, indem sie behaupteten, dass die Jünger den Leib Jesu gestohlen hätten (vgl. Mt28,13). Der Leichnam Jesu konnte nicht gefunden werden. Es gibt vier Erklärungsmöglichkeiten dazu:

  1. Seine Feinde hatten den Leichnam gestohlen. Wenn sie dies getan hatten (was sie niemals behaupteten), dann hätten sie sicherlich umgehend den Leichnam Jesu vorgezeigt, um die Verbreitung des Christentums im Keim zu ersticken; und zwar in genau der Stadt, in der Jesus gekreuzigt worden war. Aber sie konnten ihn nicht vorweisen.
  2. Seine Freunde hatten den Leichnam gestohlen. Das war ein frühes Gerücht (vgl. Mt 28,11-15). Aber ist es wahrscheinlich? Hätten sie die Wachen am Grab überrumpeln können? Und noch wichtiger: Hätten sie mit Überzeugung die Auferstehung Jesu predigen können, in dem Wissen, dass dem nicht so war? Hätten sie wohl für einen Betrug ihr Leben riskiert und Schläge in Kauf genommen?
  3. Jesus war nicht tot, sondern lediglich bewusstlos, als man Ihn ins Grab legte. Demnach stand Er auf, wälzte den Stein weg, überwältigte die Soldaten und verschwand dann aus der Geschichte, nachdem Er sich bei einigen Gelegenheiten seinen Jüngern gezeigt und sie davon überzeugt hatte, dass er von den Toten auferstanden sei. Nicht einmal die Feinde Jesu brachten dieses Argument vor. Er war offensichtlich tot. Die Römer hatten dafür gesorgt. Der Stein hätte niemals von einem einzigen Mann bewegt werden können – schon gar nicht von einem, der noch vor kurzem von einem Speer in die Seite gestochen wurde und sechs Stunden an einem Kreuz gehangen hatte.
  4. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. Das entspricht dem, was Er vorausgesagt hatte. Das ist es, was die Jünger behaupteten. Aber solange auch nur die geringste Möglichkeit besteht, dass man die Auferstehung auf natürliche Weise erklären kann, werden moderne Menschen behaupten, dass wir keine übernatürliche Erklärung brauchen. Aber ist das vernünftig? Ich denke nicht. Natürlich wollen wir nicht leichtgläubig sein, aber wir möchten auch nicht die Wahrheit abweisen nur weil sie uns merkwürdig vorkommt. Wir müssen uns bewusst sein, dass unsere Verpflichtungen an diesem Punkt stark von unseren Vorlieben beeinflusst werden – entweder für die Sachlage, die sich aus der Wahrheit der Auferstehung ergeben würde, oder für die Sachlage, die sich ergeben würde, wenn die Auferstehung nicht geschehen ist. Wenn beispielsweise die Botschaft von Jesus dir die Realität Gottes und die Notwendigkeit der Vergebung geöffnet hat, dann erscheint dir der Glaube an das Übernatürliche nicht mehr ein so großes Hindernis zu sein.

3. Die Verwandlung der Jünger innerhalb kürzester Zeit

Die Jünger verwandelten sich fast sofort von hoffnungslos verängstigten Männern in mutige Zeugen der Auferstehung.

Meine Erklärung für diese Veränderung ist die, dass sie den auferstandenen Christus gesehen hatten und von Ihm als seine Zeugen autorisiert worden worden (vgl. Apg 2,32). Die beliebteste Entgegnung darauf lautet, ihr Selbstbewusstsein sei auf eine Halluzination zurückzuführen. Aber dieser Ansatz birgt einige Schwierigkeiten in sich. Die Jünger waren nicht leichtgläubig, sondern nüchterne Skeptiker, sowohl vor als auch nach der Auferstehung (vgl. Mk 9,32; Lk 24,11; Joh 20,8-9.25). Ist die tiefgründige Lehre der Apostel wirklich der Stoff, aus dem Halluzinationen sind? Was ist mit Paulus‘ großartigem Römerbrief? Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass dieser große Intellektuelle sich auf diese Weise hat betrügen und täuschen lassen. Dennoch behauptete er, den auferstandenen Christus gesehen zu haben.

4. es gab mehrere Zeugen der Auferstehung

Paulus behauptete nicht nur, dass er den auferstandenen Christus gesehen hatte, sondern mehr als fünfhundert Menschen ebenfalls, von denen viele noch lebten, als er diese Behauptung aufstellte.

„Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übrig geblieben, einige aber auch entschlafen sind“ (1Kor 15,6). Was diese Tatsache so bedeutsam macht, ist, dass Paulus dies an Griechen schrieb, die solchen Behauptungen sehr skeptisch gegenüberstanden, und das zu einem Zeitpunkt, als viele dieser Zeugen noch lebten. Es war also eine riskante Behauptung, die leicht hätte widerlegt werden können.

5. Das schnelle Wachstum der Gemeinde

Die Existenz einer gedeihenden, jungen christlichen Gemeinde, die ein Weltreich eroberte, unterstützt den Wahrheitsanspruch der Auferstehung.

Die Gemeinde Jesu wuchs aufgrund der Kraft des Zeugnisses, dass Jesus von den Toten auferstanden war und Gott Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus erhoben hatte (vgl. Apg 2,36). Die Herrschaft Christi über alle Nationen gründet sich auf seinen Sieg über den Tod. Das ist die Botschaft, die sich auf der ganzen Welt ausgebreitet hat. Ihre Kraft, Kulturen zu durchkreuzen, um ein neues Volk Gottes zu schaffen, ist ein starkes Zeugnis für dessen Wahrheit

6. Die Bekehrung des Apostel Paulus

Paulus argumentierte in Galater 1,11-17 gegenüber einer teilweise kritischen Zuhörerschaft, dass er sein Evangelium vom auferstandenen Jesus Christus empfangen hatte und nicht durch Menschen. Sein Argument ist: vor seinem Damaskus-Erlebnis, bei dem er den auferstandenen Jesus sah, hatte er den christlichen Glauben bekämpft (vgl. Apg 9,1). Aber nun, zur Verwunderung aller, riskierte er sein Leben für dasselbe Evangelium (vgl. Apg 9,24-25). Seine Erklärung lautet: Der auferstandene Jesus erschien ihm und setzte ihn zum Hauptzeugen für die Heidenmission ein (vgl. Apg 26,15-18).

Können wir dieses Zeugnis glauben? Dies führt mich zum nächsten Argument.

7. Das Neue Testament klingt überzeugend

Das Neue Testament erweckt nicht den Anschein, als sei es von Dummköpfen oder Betrügern geschrieben worden.

Wie bewertet man einen Zeugen? Wie entscheidest du, ob du dem Zeugnis einer Person glaubst, oder nicht? Die Entscheidung, das Zeugnis einer Person als glaubwürdig einzustufen, ist nicht vergleichbar damit, eine mathematische Rechenaufgabe zu lösen. Die Art der Gewissheit ist völlig anders, und doch kann sie gleichermaßen gewiss sein. Wenn ein Zeuge gestorben ist, dann können wir seine Glaubwürdigkeit nur auf Grundlage seiner schriftlichen Hinterlassenschaft und anhand der Zeugnisse anderer über ihn beurteilen. Wie schneiden nun Petrus, Johannes, Matthäus und Paulus ab?

Nach meinem Urteil (und an diesem Punkt können wir nur nach unserem eigenen Urteil authentisch leben; vgl. Lk 12,57) lesen sich die Schriften dieser Männer nicht wie die Werke von leichtgläubigen, naiven oder betrügerischen Menschen. Ihre Einsichten in die menschliche Natur sind tiefgründig. Die persönliche Hingabe der Jünger wird nüchtern und sorgfältig wiedergegeben. Ihre Lehre ist schlüssig und sieht nicht wie die Erfindung von labilen Männern aus. Ihr moralischer und geistlicher Standard ist hoch. Und das Leben dieser Männer ist vollkommen der Wahrheit und der Ehre Gottes verpflichtet.

8. Die Herrlichkeit des evangelium

Das Neue Testament lehrt, dass Gott den Heiligen Geist gesandt hat, um Jesus als den Sohn Gottes zu verherrlichen. Jesus sagte: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten“ (Joh 16,13). Der Heilige Geist tut dies nicht, indem Er uns erzählt, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Er tut dies, indem Er uns die Augen öffnet, damit wir die Herrlichkeit Christi in den Evangelien sehen können. Er befähigt uns, Jesus so zu sehen, wie Er tatsächlich ist – nämlich unwiderstehlich herrlich. Der Apostel erklärte das Problem unserer Blindheit und Lösung wie folgt:

Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen verdeckt, die verloren gehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen … Denn Gott, der gesagt hat: „Aus Finsternis wird Licht leuchten!“, er ist es, der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.

2. Korinther 4,4.6

Eine rettende Erkenntnis vom gekreuzigten und auferstandenen Christus ist nicht bloß das Resultat richtigen Nachdenkens über historische Fakten. Es ist das Ergebnis einer geistlichen Erleuchtung, um diese Fakten als das anzusehen, was sie tatsächlich sind: eine Offenbarung der Wahrheit und Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi – er ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit.

© Desiringgod. Die Wiedergabe erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber.


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