„Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden. Er wird ein- und ausgehen und gute Weide finden.“ (Joh 10,9)

 

In dem Gleichnis vom Guten Hirten (vgl. Joh 10,1-5) sprach Jesus von dem wahren Hirten, der durch die Tür kommt, Eintritt erlangt und seine Schafe bei ihrem Namen nennt. Dieses Gleichnis ist uns Christen so vertraut, dass wir uns nur schwer vorstellen können, dass jemand es nicht versteht. Aber Johannes berichtet uns, dass Jesu Zuhörer nicht verstanden, was Er ihnen mit diesem Vergleich sagen wollte (vgl. Joh 10,6).

Daraufhin antwortete Jesus mit einem anderen Bild, das Er unmissverständlich auf sich selbst bezog: „Ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen“ (Joh 10,7). Diese Antwort erinnert uns daran, dass alle christliche Wahrheit ihre letztendliche Bedeutung in der Person und dem Werk Jesu Christ hat. Worüber wir auch immer sprechen mögen – ob es eine christliche Perspektive auf das Weltgeschehen ist, über zwischenmenschliche Beziehungen oder persönliche Probleme – der zentrale Punkt sollte immer auf Jesu Kommen und seinen Heilsplan für die Menschen dieser Welt verweisen.

Dafür war Jesus ein beständiges Beispiel. Als seine Hörer sich über seine Lehre wunderten, antwortete Jesus, indem er auf sich selbst verwies, mit den Worten „Ich bin…“. Über den Segen, den er jedem Glaubenden geben würde, sagte er: „Er wird…“ (z.B. gerettet werden).

In diesen beiden Formulierungen wird das christliche Evangelium in seiner Gesamtheit zusammengefasst.

 

Die Tür der Schafe

Im antiken Palästina gab es zwei Arten von Schafställen und auf beide bezieht Jesus sich in diesem Kapitel. Zuerst gebraucht Er im Gleichnis die am besten gesicherte Anlage in den Städten der damaligen Zeit: Ein Schafstall mit hohen Wänden und mit einem bezahlten Wachmann, in den alle Schafhirten ihre Herden bringen. Danach bezieht Er sich auf die eher rustikalen Ställe, draußen in den Feldern. Diese waren kleiner und weniger stark ausgebaut und wurden nachts für die Sicherheit der Schafe verwendet. Das Schlüsselmerkmal dieser Schafställe war, dass sie keine Tür besaßen, sondern nur eine Öffnung in einer Mauer aus aufgeschichteten Steinen. Nachdem der Hirte seine Schafe hineingebracht hatte, legte er sich selbst mit seinem Körper vor den Eingang. Auf diese Weise wurde er selbst zur Tür.

Der bekannte Prediger Sir George Adam Smith reiste einst durch Palästina, als er einen Hirten mit dessen Schafherde erblickte. Während Smith und der Hirte sich unterhielten, zeigte er ihm den Pferch, in dem er nachts seine Schafe hütete. Dieser Pferch bestand aus vier Wänden mit einer kleinen Öffnung als Eingang. „Wenn die Schafe durch diesen Eingang hineingehen, sind sie perfekt gesichert“, erklärte ihm der Hirte. „Aber es gibt keine Tür“, stellte Sir George fest. „Ich bin die Tür“, sagte der Hirte und erklärte: „Wenn die Sonne untergegangen ist und alle Schafe in den Pferch geführt wurden, lege ich mich in die Öffnung. Kein Schaf würde jemals über meinen Körper nach draußen kommen und kein Wolf kommt zu ihnen hinein, es sei denn, er kommt an mir vorbei! Ich bin die Tür.“[1]

Genau diese Tatsache erläuterte Jesus, als Er sich mit denselben Worten bezeichnete: „Ich bin die Tür!“ Der Schafstall steht für seine eigene Herde: seine Gemeinde. Der Weg hinein geht über seinen Körper, den Er am Kreuz für unsere Sünden opferte. Jesus ist die Tür der Schafe und alle, die durch Ihn eingehen sind für alle Ewigkeit sicher.

So wie jedes der sieben „Ich-bin“-Worte für sich genommen eine kleine aber anschauliche Darstellung von Jesu Person und Werk liefert, bilden sie gemeinsam das Herz des christlichen Glaubens. Wenn wir deren Bedeutung verstanden haben und auf die Zuverlässigkeit dieser Worte vertrauen und sie im Glauben für uns annehmen, werden wir ein wundervolles Bild von Jesus als unserem großen Erlöser bekommen.

Die Bedeutung dieses „Ich-bin“-Wortes ist, dass allein durch den Glauben an Jesus Christus Errettung zu finden ist. So wie es nur einen Eingang in den Schafstall gibt, so ist auch Christus die einzige Tür zu Gottes Heil.

Das ist ein wichtiger Punkt, den es zu bekräftigen gilt, da viele Menschen – selbst solche, die sich Christen nennen – leugnen, dass Jesus der einzige Eingang zum ewigen Leben ist. Manche behaupten, es wäre intolerant andere Errettungswege zu leugnen. Genau deshalb ist die Lehre von Christus, als dem einzigen Retter, auch der größte Anstoß des Christentums in unserem relativistischen Zeitalter. Selbst unter manchen Evangelikalen wird die Notwendigkeit des Glaubens an Jesus geleugnet. Man ist davon überzeugt, dass Gott jeden akzeptieren wird, der nur aufrichtig an irgendetwas glaubt. Doch entscheidend ist, was Gottes Wort darüber sagt! Und hier stellt sich Jesus als „die Tür zu den Schafen“ dar (Joh 10,7). Er ist nicht eine von vielen Türen, sondern die einzige Tür zur Errettung. An anderer Stelle sagt Jesus unmissverständlich: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen: der Zorn Gottes bleibt auf ihm“ (vgl. Joh 3,36). Wenn Gottes Zorn auf jedem bleibt, der Jesus ablehnt, dann ist der Glaube an Jesus Christus der einzige Ausweg, um Gottes gerechtem Zorngericht zu entgehen.

Aber achte darauf, dass Jesus sagt: „Ich bin die Tür“ und nicht „ich bin die Mauer“. Wir erklimmen nicht eine Leiter von Leistungen oder klettern über eine Hürde, um hineinzukommen. Im Gegenteil – Jesus sagt ganz klar, dass diejenigen, die versuchen, sich auf diese Weise Eintritt zu verschaffen, überhaupt nicht dazugehören (vgl. Joh 10,1). Es gab schon immer religiöse Figuren, die fälschlicherweise behaupteten, Errettung sei auf der Grundlage unserer eigenen Leistungen möglich. Aber Jesus sagt unmissverständlich, dass solche falschen Lehrer „Diebe und Räuber“ sind (vgl. Joh 10,8). Die wahren Schafe hören auf Jesu Worte, denn sie kennen Seine Stimme!

Jesus ist allerdings auch keine Ticket-Bude, in dem Sinne, dass jemand hineinkommt, wenn er nur das nötige Kleingeld hat, gute Werke tut oder religiöse Rituale vollzieht. Jesus ist auch kein langer Tunnel, der während einer lebenslangen Suche bewältigt werden muss. Er ist auch kein mühseliger Pilgerpfad, dessen Ziel man nur in der vagen Hoffnung erreicht, zuletzt doch Gottes Wohlwollen zu erlangen. Nein, Jesus ist die Tür, und wer durch den Glauben durch Jesus hineingeht, der hat das ewige Leben.

 

Wenn jemand!

Wenn Jesus die Tür ist, wer sind dann die Menschen, die durch den Glauben an Ihn hineingehen können? Jesus gibt uns die Antwort: „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden“ (Joh 10,9).

Hier wird deutlich, dass – auch wenn Jesus der einzige Durchgang zur Errettung ist – dieser Durchgang doch für jeden offensteht. Schließlich sagt Jesus nicht: „Ich bin die Tür. Wenn jemand einen guten Ruf hat, oder aus der richtigen Familie kommt, oder ein ordentliches Leben führt, dann kann er eintreten und gerettet werden.“ Nein, Er sagt: „Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden.“

Einige sehen darin einen Widerspruch zur biblischen Lehre von der Erwählung oder Vorherbestimmung. In Johannes 6,37 sagt Jesus nämlich: „Alle, die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen.“ Diese und viele andere Stellen zeigen, dass alle, die im Glauben zu Christus kommen, vom Vater dazu erwählt und dem Sohn zur Rettung gegeben wurden (vgl. Apg 13,48; 2 Thess 2,13). Jesus bestätigt dies später mit den Worten: „mein Vater, der sie mir gegeben hat“ (vgl. Joh 10,29). Aufgrund dieser und vieler anderer eindeutiger Aussagen der Bibel wissen wir, dass Gott uns, wie Paulus schreibt, „[in Christus] schon vor der Erschaffung der Welt erwählt hat“ (Eph 1,4).

Aber wenn das wahr ist, wie können wir dann lehren, dass jeder durch Glauben an Christus in Gottes Stall eingehen kann? Die Antwort ist, dass das Evangelium aufrichtig und frei jedermann angeboten wird. In demselben Vers, in dem Jesus sagt: „Alle, die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen“, fügt er sofort hinzu: „und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausweisen.“ (Joh 6,37).

Ist dies ein Widerspruch? Die Antwort ist, nein. Denn diese beiden Lehren stellen das eine Evangelium aus zwei verschiedenen Perspektiven dar. Die eine Seite beleuchtet den göttlichen Ratschluss und die andere Seite die Möglichkeit des Menschen.

Der bekannte Bibelausleger James Montgomery Boice erzählt von einer Frau, die während einer Predigt von Donald Grey Barnhouse zum Glauben an Christus fand. Die Predigt handelte von genau diesem Thema. Obwohl diese Frau in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen war, hielt sie die Sorge, nicht erwählt zu sein, davon ab, zu Christus zu kommen. Barnhouse half ihr, indem er es so formulierte: „Stell dir das Kreuz vor, als wäre darin eine Tür. Alles, was von dir verlangt wird ist, hindurchzugehen. Auf der einen Seite, die du gerade von außen betrachtest, steht die Einladung geschrieben: ‚Wer immer will, soll kommen.’ Du stehst hier mit deiner Sündenlast und fragst dich, ob du eintreten solltest oder nicht. Schließlich tust du es, und während du es tust, fällt die Last der Sünde von dir ab. Du bist sicher und frei. Freudig drehst du dich um und siehst auf der Rückseite des Kreuzes, durch das du gerade hindurchgegangen bist, die Worte: ‚Erwählt vor Grundlegung der Welt’.“ Dann lud Barnhouse seine Zuhörer ein, Gottes Verheißung durch den Glauben an Christus anzunehmen und zu erleben, dass sie in Gottes souveränem und ewigem Plan sicher sind.

Diese Predigt half der Frau im Glauben auf Christus zu vertrauen, und sie fand in Ihm das ewige Leben. Für den Rest ihres Lebens konnte sie bekennen, dass dieses Verständnis von einem souveränen Gott, der die Erlösung Sündern frei anbietet, es ihr ermöglicht hatte, zu glauben. Boice konnte diese Geschichte mit Überzeugung erzählen, denn die Frau war seine Mutter.[2]

Dasselbe sollte für dich wahr sein. Überanstrenge nicht deinen Verstand, indem du dich fragst, wo du in Gottes ewigem Plan stehst. Reagiere stattdessen auf die Einladung Gottes, die Er dir gibt und die Er mit dem Blut seines eigenen Sohnes besiegelt hat. „Ich bin die Tür“, sagt Jesus. „Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden“ (Joh 10,9).

Mit Jemand sind viele der Juden gemeint, die Jesus am Kreuz verspotteten, denen Petrus aber später das Evangelium predigte, sodass viele von ihnen errettet wurden. Jemand meint die stillen Personen, die niemals eine grauenvolle Sünde begangen haben, die aber wissen, dass ihre Schuld vor Gott dennoch unendlich groß ist. Jemand, das sind die Menschen, die hauptsächlich für sich selbst leben, andere ausnutzen und die Gelegenheit zu sündigen beim Schopf ergreifen. Es meint diejenigen, die sich mit Religion beschäftigt und mit der Kirche geliebäugelt haben, aber niemals zum lebendigen Glauben gekommen sind. Es meint dich, der du viel Leid und Enttäuschung erlebt hast, aber Jesus als den von Gott gesandten Retter anerkennst. Jemand meint diejenigen, die Gott verspottet und beschimpft haben, aber die in ihrem Herzen die Stimme des Hirten hören: „Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden.“ Wenn du jemals gerettet werden willst, dann muss es durch den Glauben an Christus geschehen. Und es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als jetzt, in diesem Augenblick durch Jesus hineinzugehen.

 

„Ich bin … er wird“

Jesus ist der gute Hirte und seine Schafe gelangen in den Stall durch den Glauben an Ihn. Aber was bedeutet es, zu Jesu Herde zu gehören? Er erklärt dies mit drei Verheißungen: „Er wird gerettet werden. Er wird ein- und ausgehen und gute Weide finden.“ (Joh 10,9).

Als erstes werden diejenigen, die durch Jesus eintreten, gerettet werden. Die Bibel liefert uns viele Bespiele und Illustrationen, die uns helfen, zu verstehen, wie der Eintritt durch Jesus Errettung bringt.

Ein Beispiel ist Noahs Arche. Gott sandte eine große Flut, um die Erde und die gesamte verdorbene menschliche Rasse auszulöschen. Die einzige Ausnahme war Noah und seine Familie, da Noah Gott vertraute. Gott befahl Noah eine Arche zu bauen und als es anfing zu regnen, betrat Noah die Arche. Die Flut ist ein Vorschatten auf das Endgericht, in dem jede Person vor Gott stehen für seine Sünden Rede und Antwort geben muss (siehe Offb 20,11-15). Nur diejenigen, die in die Errettung durch den Glauben an Jesus eingetreten sind, werden vor dem heiligen Zorn Gottes gerettet werden.

Charles Spurgeon erzählte die Geschichte von einigen Reisenden in der russischen Tundra, die von Wölfen verfolgt wurden. Ihre Pferde sprengten in Panik voran, die wilden Tieren an ihren Fersen. Sie erreichten mit Mühe einige Hütten, in die die Reisenden sich retteten. Unmittelbar darauf konnten sie hören, wie die Wölfe heulend und zornig gegen die Wände krachten und auf das Dach sprangen, aber sie konnten nicht hinein. Spurgeon schrieb: „Nun, wenn ein Mensch in Christus ist, dann kann er die Teufel wie Wölfe heulen hören, alle wild und hungrig nach ihm; auch seine eigenen Sünden suchen ihn wie Wölfe, um ihn nach draußen zu zerren und ihn zu zerstören. Aber er ist in Christus, und das ist solch eine Zuflucht, dass alle Teufel dieser Welt, wenn sie auch auf einmal kämen, nicht einen einzigen Balken aus dieser ewigen Zuflucht verschieben könnten.“[3]

Das beantwortet die große Frage des Lebens. Jemand mag den Steuerbehörden entkommen, indem er das Land verlässt. Jemand mag einem schlechten Ruf entfliehen, indem er die Stadt verlässt. Jemand kann einem fiesen Chef entkommen, indem er den Job wechselt. Aber wie kann irgendjemand dem unausweichlichen Gericht eines heiligen Gottes in seinem Zorn gegen unsere Sünden entkommen? Jesus antwortet: „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden.“ Jesus rettet uns, indem er Gottes Gesetz an unserer Stelle erfüllt hat und indem er als das Lamm Gottes starb, um uns von unserer Sündenschuld zu befreien.

Der zweite Segen wird durch die Illustration der Tür in den Schafstall verdeutlicht. Wenn die Schafe im Pferch waren und der Hirte sich mit seinem Körper in den Eingang gelegt hatte, waren sie vor jedem Eindringling sicher. Ähnlich werden diejenigen, die durch Christus hineingehen, nicht nur gerettet, sondern sie werden dort auch sicher sein. Wenn Jesus sagt, dass seine Schafe „ein- und ausgehen“ werden (Joh 10,9), dann bedeutet das, sie werden beständig unter dem Schutz des guten Hirten leben.

Schafe sind wehrlose Geschöpfe, ohne jedes Mittel zur Verteidigung. Dies beschreibt unsere geistliche Verwundbarkeit in einer Welt voller Sünde und Bosheit. Aber diejenigen, die durch Christus hineintreten, werden für immer unter der Fürsorge des Hirten bewahrt und bleiben geschützt gegen geistliche Angriffe und die Verdammung der Sünde. „Sie werden niemals verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Joh 10,28).

Und zuletzt werden die Schafe, die auf den Ruf Christi antworten und durch Ihn eingehen, „gute Weide finden“ (Joh 10,9). Das bedeutet, dass die an Jesus Gläubigen nicht nur gerettet und sicher, sondern auch zufrieden sind.

Hast du angst davor, alle Freude im Leben zu verlieren, wenn du Christ wirst? Denkst du, man könnte entweder nur ein fröhliches Leben im Hier und Jetzt oder das ewige Leben haben, aber nicht beides? Wenn das so ist, dann schau dir einmal die Menschen an, die ohne Christus leben, und frage dich, ob sie wirklich glücklich sind! Vielleicht kennst du Menschen, die nur dem Vergnügen nachjagen und einen sündhaften aber freien Lebensstil führen. Sind sie wirklich glücklich damit? Kann ihnen ihre „Freiheit“ wirklich Erfüllung und Befriedigung geben? Zu einer Frau, die versucht hatte, in mehreren Partnerschaften Erfüllung zu finden, sagte Jesus einmal: „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen“ und fügte dann hinzu: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt, bis ins ewige Leben“ (Joh 4,14).

Tatsächlich ist es so, wie Leon Morris es formulierte: „Das christliche Leben ist eine ausgelassene Angelegenheit, erfüllt von der Freude am Herrn und der Kraft des Heiligen Geistes.“[4] Stell dir ein Leben vor, in dem Gottes Kraft in deinem Herzen wirkt und Segen entstehen lässt! Stell dir vor, welche Freude es bringt, in Glaube, Hoffnung und Liebe zu wachsen! Stell dir vor, wie es sein muss, mit dem ewigen, wahren, allmächtigen und grenzenlosen Gott Gemeinschaft zu haben! Was Jesus anbietet ist ganz anders, als alles, was uns die Welt anbieten kann. Jesus ist gekommen, um Leben zu bringen – „Leben in ganzer Fülle“ (Joh 10,10).

Wenn du bisher noch nicht zu Christus gekommen bist, dann sind diese Segnungen der Errettung, der ewigen Sicherheit und des Lebens in Fülle genug Gründe, zu Christus zu kommen. Wenn du aber bereits zu Christus gehörst, möchte ich dich fragen, ob dir bewusst ist, dass all diese Segnungen durch Christus dein eigen sind. Hast du Frieden in der Gewissheit, dass du für alle Zeiten bewahrt und sicher bist, dass der Tod für dich nur der Übergang zu einem noch viel herrlicheren Leben ist und dass alle Herausforderungen dieses Lebens – worin auch immer sie bestehen mögen – dir von Christus gegeben sind, um dich noch näher zu Ihm zu treiben, um dich zu stärken und zu segnen? Wenn du dies weißt, verändert es dein Leben, so dass dein Glaube Frucht trägt und dich zu Freude und Anbetung führt? Jeder Christ hat allen Grund sich allezeit zu freuen, weil er Christus hat, weil er in Ihm gerettet ist, weil er in Ihm sicher ist und weil durch Christus das Verlangen seines Herzens gestillt wird.

 

Wozu ist eine Tür da?

Eine Tür ist nicht dazu da, dass man sie lediglich von außen bewundert und betrachtet. Es ist möglich die Türschwelle als Sitzplatz zu gebrauchen, aber sie ist ganz sicher nicht dafür gedacht.

Hast du bisher nur Gottes Segnungen im Leben anderer Menschen beobachtet? Bewunderst du Jesus, bist aber nicht bereits dich Ihm hinzugeben? Gehst du zu seiner Gemeinde, um dort Freunde zu treffen und ein wenig abzuhängen, willst ihr aber nicht wirklich beitreten? Wenn das der Fall ist, dann hast du bisher die größte Gelegenheit verpasst, die du je erhalten wirst. Denn als Jesus sagte „Ich bin die Tür“, da wollte Er, dass du durch Ihn hindurchgehst, das heißt, dass du Ihm vertraust. Hast du das getan? Willst du es jetzt tun? Wenn du durch den Glauben an Jesus in das ewige Leben eintrittst, wirst du gerettet werden, du wirst Teil seiner geliebten Herde, lebst unter seinen ewigen Segnungen und wirst in Ihm ewige Zufriedenheit erfahren.

[1] Zitiert von R. Kent Hughes, John: That You May Believe, Crossway, Wheaton, Ill, S.267.

[2] James Montgomery Boice, The Gospel of John, 5 vols., Baker: Grand Rapids, 1999, Band 3, S.744-745.

[3] Charles H. Spurgeon, Metropolitan Tabernacle Pulpit, 63 vols., Pasadena, Texas: Pilgrim Press, 1969, Band 58, S.69.

[4] Leon Morris, Reflections on the Gospel of John, Hendrickson: Peabody, MA, 1986, S.375.

 

 

Phillips

 

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