»Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige« (Offb 1,5b-8).

Eine der Hauptbotschaften des Buchs der Offenbarung ist es, uns Jesus als den kommenden König und Richter vor Augen zu führen. Gottes Volk ist so etwas wie ein missionarischer Außenposten des himmlischen Königreiches (vgl. Phil 3,20-21). Einerseits sind wir mit Christus bereits in die himmlischen Örter versetzt (vgl. Eph 2,6) andererseits führen wir unser Leben noch hier auf der Erde, inmitten einer sterbenden Welt.

Als sündige Menschen wurden wir von unserem alten Leben erlöst, in dem es nur um die Wünsche unserer egoistischen Herzen ging, und dazu befreit ein Leben mit Gott und als seine Zeugen zu führen. Johannes beschreibt dies in den oben genannten Versen und bezeugt, dass Jesus Christus uns liebt und mit seinem eigenen Blut von unsern Sünden erlöst hat. Genau das war der Auftrag Jesu: Sein Leben zu opfern, um sich ein Volk zu erlösen und mit seinem Blut für ihre Sünden zu bezahlen. Der Apostel Paulus schreibt darüber in Römer 6,23: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das Gnadengeschenk Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“

Die Ungerechtigkeit dieser Welt

Ganz gleich ob Christ oder Nichtchrist, jeder Mensch verlangt nach Gerechtigkeit. Als Geschöpfe im Ebenbild Gottes wissen wir genau, dass in dieser Welt vieles so ist, wie es nicht sein sollte. Wohin man auch sieht, es herrscht Ungerechtigkeit. Die Mächtigen werden immer mächtiger und die Schwachen werden ständig unterdrückt. Der Tod kommt zu jedem von uns, doch bis dahin führen viele ihr Leben zum eigenen Vorteil, auf Kosten anderer und fördern somit die Ungerechtigkeit dieser Welt. Tausende Ungeborene schaffen es nicht einmal lebendig aus dem Mutterleib, weil die Ichbezogenheit ihrer Eltern es ihnen verweigert; und viele der Kinder, die geboren werden, leben ein trauriges Dasein, weil ihre Eltern sie misshandeln. Wir alle wissen, es stimmt etwas nicht mit dieser Welt!

Der Nichtchrist sieht es und stellt die Frage: „Wenn euer Gott ein liebender und allmächtiger Gott ist, warum tut er dann nichts gegen die Ungerechtigkeit dieser Welt?“ „Sieht er etwa keine Nachrichten?“ „Weiß er nichts von all den Frauen, die tagtäglich vergewaltigt werden oder von dem Rassismus, der noch in so vielen Ländern Hass schürt oder dass unzählige Menschen wie eine Ware verkauft und behandelt werden?“ All dies sind Fragen, die uns gestellt werden. Und sie sagen etwas Eindeutiges aus: Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit!

Und genau von dieser Art göttlicher Gerechtigkeit spricht das Buch der Offenbarung. Allerdings wirkt sich Gottes Gerechtigkeit nicht so aus, wie Nichtchristen sie gerne hätten. Gott handelt nicht nach ihren eigenen selbstsüchtigen Vorstellungen, sondern Er behandelt sie als Teil des Problems. Was wir brauchen ist kein Friedensmarsch, keine Lieder von Bob Dylan über Zusammenhalt und Menschlichkeit. Was wir brauchen ist Reue über und Umkehr von unseren Sünden!

Die Offenbarung zeigt uns, dass Gottes Gericht über all diejenigen ergeht, die gegen seinen heiligen Charakter gesündigt und die Ihn nicht geliebt und verehrt haben, wie sie es hätten tun sollen. In diesem Buch macht Gott deutlich, dass die ganze Menschheit sündig und deshalb Teil des Problems der weltweiten Ungerechtigkeit ist, solange, bis der Heilige Geist in unser Leben kommt, uns von unserem geistlichen Tod auferweckt und Gottes Liebe in unsere Herzen pflanzt, damit wir durch seine Gnade leben können (vgl. Eph 2,4-8).

Wer an Jesus Christus glaubt, dessen Sünden sind vergeben und er wird in Gottes Gericht den Freispruch erhalten, denn Christus ist unser Anwalt, der für uns bereits die Strafe erlitten hat. Wir sollten über die Ungerechtigkeit und den täglichen Terror in unserer Welt wütend sein, aber vor in einer Weise, in der wir darüber weinen und trauern, dass all dies aus dem Hass und der Ablehnung der Menschen gegen den allmächtigen Schöpfer resultiert und es Verstöße gegen sein heiliges Gesetz und seinen wundervollen Charakter sind.

Charles R. Biggs

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