Es wäre nicht ausreichend gewesen, wenn unser Herr lediglich den Tod erlitten hätte und nicht auch von den Toten auferstanden wäre. Denn wenn er nicht von den Toten auferstanden, sondern im Tod geblieben wäre, wer könnte dann die Menschen davon überzeugen, dass durch den Tod Christi die Sünde gesühnt ist, dass durch den Tod Christi der Tod überwunden, der Teufel völlig besiegt und die Hölle für die Gläubigen zerbrochen und vernichtet ist?

In der Tat würden die Menschen ohne Verstand unaufhörlich den wahren Gott lästern und unsere Hoffnung verhöhnen und sagen: Was ist denn je zurückgekehrt von denen, die den Tod erlitten haben, und hat uns gesagt, ob es ein Leben nach dem irdischen gebe und was das für ein Leben sei? Weil denn nun von niemandem schriftlich festgehalten ist, er sei zurückgekehrt, muss man bezweifeln, was die Klugschwätzer über das ewige Leben plappern usw. Um somit der ganzen Welt zu verstehen zu geben, dass nach diesem irdischen Leben noch ein anderes Leben wartet, dass die Seele nicht zusammen mit dem Leib untergeht, sondern am Leben bleibt, ist unser Herr am dritten Tag als wieder lebendig Gewordener zu seinen Jüngern zurückgekehrt. Zugleich zeigt er auch, dass die Sünde getilgt, der Tod entwaffnet, der Teufel überwunden und die Hölle zerstört ist. Denn der Stachel des Todes ist die Sünde, oder: Der Sünde Sold ist der Tod. Die Herrschaft über den Tod hält der Teufel, und er sperrt die Menschen aufgrund der Sünde in die Hölle. Da Christus nun aber von den Toten auferstanden ist, hat der Tod keine Herrschaft mehr über ihn. Und da der Tod die Herrschaft verloren hat und vernichtet ist, folgt daraus ebenso, dass auch der Teufel und die Hölle durch Christus überwunden sind und dass ihre Kraft und Stärke, nämlich die Sünde, beseitigt und gesühnt ist. Die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus hat unser Heil und unsere Erlösung gleichsam besiegelt, so dass wir an ihr nicht weiter zweifeln können.

In dem Apostolischen Bekenntnis stimmen wir dem zu, dass unser Herr Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, und zwar für uns auferstanden ist, d. h. für uns die Sünde getilgt und für uns den Tod, die Hölle und den Teufel überwunden hat nach dem Wort des Apostels (2. Tim 1,9f):

„Gott hat uns errettet und mit heiliger Berufung berufen nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Willens und der Gnade, die uns in Christus offenbart ist durch das Erscheinen unseres Heilandes Christus Jesus, der den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.“

© Herold-Schriftenmission e.V., Herold Oktober 2015

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorie

Artikel

Schlagwörter

, ,