Das Christentum gehört, wie das Judentum und der Islam zu den sogenannten „monotheistischen Religionen“. Doch im Gegensatz zu Juden und Moslems glauben Christen an den dreieinigen Gott. Es gibt nur einen Gott, doch dieser hat sich uns in drei Personen offenbart: In dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. In Bezug auf Gott, den Sohn (Jesus Christus) sagt uns die Bibel sehr deutlich, dass Er wahrer und ewiger Gott ist; Er ist nicht erschaffen, hat weder Anfang noch Ende.

Einige nichtchristliche Religionen vereinnahmen Jesus für sich, halten Ihn für einen guten Menschen, einen Propheten Gottes oder einen Engel. Aber dies erweist sich als großes Problem, denn die Lehre von der Gottheit Jesu ist ein entscheidender Punkt, der das Christentum von allen anderen Religionen unterscheidet. Denn indem diese Religionen Christus als Propheten oder Lehrer ansehen, verwerfen sie diese entscheidende Wahrheit des Neuen Testaments: Jesus Christus ist der wahre Gott in menschlichem Fleisch – eine Wahrheit, die Jesus selbst von sich bezeugte.

Die Behauptung, die Gottheit Jesu wäre eine Erfindung der frühen Christen gewesen, kann sehr leicht durch Aussagen der Bibel widerlegt werden – sofern man an die Autorität und Unfehlbarkeit der Bibel glaubt. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament geben uns deutliche Beweise für die Göttlichkeit des kommenden Erlösers. Eine der stärksten Aussagen der Heiligen Schrift finden wir bei dem Propheten Jesaja, der 700 Jahre vor Christi Geburt vorhersagte: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben“ (Jes 7,14). Der angekündigte Messias würde auf wundersame Weise geboren werden, und den Titel „Gott mit uns“ tragen. Einige Seiten später sagt uns Jesaja: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst“ (Jes 9,6). Es besteht kein Zweifel, dass diese Voraussagen auf Jesus Christus zutreffen.

Zusätzlich zu den messianischen Prophetien geben uns auch die Psalmen (wie Psalm 8; 89; 110) klare Ankündigungen auf den kommenden Retter. Dort spricht Gott, der Vater von seinem Sohn, Ihm gleich in Ehre, Herrlichkeit und Macht. Andere Stellen gehen noch deutlicher auf Einzelheiten aus dem Leben Jesu ein, wie Micha 5,1, wo der Prophet von davon spricht, dass aus Bethlehem ein Herrscher kommen wird, der von Ewigkeit her existiert. Der Messias wird immer wieder als der allmächtige Gott, der Ewige, der Gerechte und der Erhabene dargestellt, der von einer niedrigen Magd geboren wird. All diese prophetischen Worte können nur von einer Person sprechen: Von dem kommenden Erlöser, Jesus Christus, dem Gott Abrahams (vgl. Joh 8,58).

In derselben Weise spricht das Neue Testament davon, dass Jesus Christus ewiger Gott ist. Das Johannesevangelium beginnt mit den Worten: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ (Joh 1,1). Jesus Christus wird von den Aposteln als der Schöpfer und Erhalter aller Dinge angesehen: „Durch ihn ist alles entstanden; es gibt nichts, was ohne ihn entstanden ist“ (Joh 1,3), „Denn durch ihn wurde alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, Könige und Herrscher, Mächte und Gewalten. Das ganze Universum wurde durch ihn geschaffen und hat in ihm sein Ziel. Er war vor allem anderen da, und alles besteht durch ihn“ (Kol 1,16-17).

Konsequenterweise wird Jesus im Neuen Testament auch als Gott bezeichnet. In Johannes 20,28 fällt der Jünger Thomas vor Christus auf die Knie und bezeichnet Ihn als „mein Herr und mein Gott“. Und als Paulus in Titus 2,13 von der zukünftigen Widerkehr des Herrn Jesus spricht, bezeichnet er dies als „das Erscheinen unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus in seiner ganzen Herrlichkeit“. Der Autor des Hebräerbriefes, dem es darum geht, seinen Lesern die Vollkommenheit Christi und Seines Opfers bewusst zu machen, schreibt: „Zum Sohn jedoch wird gesagt: ‚Dein Thron, o Gott, hat für immer Bestand; Gerechtigkeit ist das Kennzeichen deiner Herrschaft‘“ (Hebr 1,8).

Soweit die Aussagen der Heiligen Schrift. Doch es gibt auch weitere Beweise, wie die besonderen Eigenschaften Jesu, die allein auf Gott zutreffen. So sehen wir zum Beispiel, dass Jesus angebetet wird (vgl. Mt 28,16-17), Er besitzt die Macht, Tote zum Leben zu erwecken (vgl. Joh 5,21; 11,25) und Er ist der endgültige Richter der Menschheit (vgl. Mt 25,31-32). Jesus besitzt göttliche Allmacht und Autorität (vgl. Mt 28,18) und Er hat die Macht, Sünden zu vergeben (vgl. Mk 2,5-7). Er identifiziert sich nicht nur selbst als Gott (vgl. Joh 14,8-9), sondern gibt sich auch als „das A und das O, der Erste und der Letzte, der Ursprung und das Ziel aller Dinge“ zu erkennen (Offb 22,13).

Gottes Wort offenbart uns Jesus Christus als den wahren, ewigen Gott, den Allmächtigen, den Schöpfer aller Dinge, dem unsere Anbetung, unsere Verehrung und unseren Dank gebühren.

© Herold-Schriftenmission e.V. From Ligonier Ministries and R.C. Sproul. © Tabletalk magazine. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung

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