„So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit“ (Eph 6,14).

Es besteht kein Zweifel daran, dass die meisten Probleme in unseren Kirchen, Gemeinden und auch in der Welt dadurch entstehen, dass wir uns immer mehr von der Autorität der Heiligen Schrift entfernen. Gottes Wort wird durch menschliche Philosophie ersetzt. Die Meinung von sogenannten „Gelehrten“ erhält mehr Bedeutung als die göttliche Offenbarung. Und selbst geistliche Leiter loben den Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnisse und beugen sich unter deren Weltanschauung. Die Bibel wird mehr und mehr zu einem Buch unter vielen anderen Büchern. Sie gilt als nicht mehr zeitgemäß, ihre Inhalte als zu intolerant.

„Auf ein solches Buch kann sich der moderne Mensch doch nicht verlassen. Schließlich hat die Wissenschaft die biblische Wahrheit schon längst widerlegt“, so lautet die allgemeine Meinung. Und das Ergebnis davon ist, dass man Gottes Botschaft kein Gehör mehr schenkt und jegliches Interesse an ihr verloren hat.

Jeder von uns muss sich selbst fragen: „Vertraue ich der Bibel als Gottes unfehlbares Wort? Ist sie die sichere Autorität in all meinen Fragen über Gott, den Glauben, den Ursprung und den Sinn des Lebens? Wird mein ganzes Denken von Gottes Wort bestimmt oder lasse ich mich von meinem eigenen Urteil leiten und entscheide selbst, welche Teile der Heiligen Schrift ich für mich als verbindlich betrachte? Der Hintergrund dieser Fragen ist ganz klar: Ist die Bibel Gottes Botschaft und Offenbarung oder vertraue ich lieber auf menschliche Spekulationen, Erkenntnisse und Ansichten? Oder, um es noch einfacher zu machen: Setze ich mein Vertrauen auf das, was ich in der Bibel lese? Formt sie mein Denken und mein Leben? Oder lasse ich mich vom gegenwärtigen Zeitgeist und der Meinung der Masse beeinflussen? Es ist unvermeidlich, dass wir entweder das eine oder das andere tun.

Die ersten Christen hatten keinen Zweifel daran, dass die Bibel Gottes Wort ist. Über Jahrhunderte war man sich einig, dass die Bibel nicht nur Gottes Wort „enthält“, sondern dass sie völlig von Gott inspiriert und daher auch völlig unfehlbar sei. Vor 500 Jahren kämpften die Reformatoren für die Wahrheit, dass die Bibel nicht nur Gottes Offenbarung an die Menschheit enthält, sondern dass Gott die Schreiber der Bibel durch Seinen Geist kontrollierte und sie somit vor Irrtümern bewahrte. Dies war von jeher die Sicht der wahren Gemeinde Jesu.

Jeder Mensch benötigt Autorität, denn ohne sie gäbe es weder Richtig noch Falsch sondern nur Chaos und Unordnung. Wir haben in den vergangenen Generationen schon zu häufig erlebt, wohin es führt, wenn Menschen keine Autorität anerkennen: Jeder tut das, was er selbst für richtig hält. Auf diese Weise werden unzählige Menschen ihren Irrtümern überlassen und finden keine Richtungsweisung zu Gottes Wahrheit und daher auch nicht die Erkenntnis ihrer Verlorenheit. Die Welt mag noch so sehr von Fortschritt und Entwicklung sprechen, in Wahrheit bewegen wir uns im Kreis, wenn Gottes Wort uns nicht die Richtung weist. Denn entweder ist Gott unsere Autorität oder wir werden sie an einer anderen Stelle suchen, die uns ganz sicher nicht helfen kann. Genau das erkannten auch Männer wie Martin Luther und John Wycliffe und Jan Huss. Ihnen wurde bewusst, welcher Reichtum an göttlicher Wahrheit in der Bibel steckt. Sie erkannten, dass die Meinung der Masse der Botschaft Gottes entgegenstand. Sie scherten sich nicht darum, ob sie allein gegen eine menschliche Übermacht standen – sie hatten die Autorität des Wortes Gottes auf ihrer Seite.

Wie stehen wir heute da? Wie können wir die Grundlage und die Prinzipien unseres Lebens kennen? Wie sollen wir denn leben? Und wie sollen wir dem großen Feind Gottes widerstehen können, ohne die absolute Wahrheit zu kennen und mit ihr umgürtet zu sein? Wo können wir eine Antwort auf all die Fragen finden, die uns das Leben stellt? Wo, wenn nicht in der Bibel, dem unfehlbaren Wort Gottes? Entweder baue ich mein Leben auf Sand oder ich setze meinen Fuß des Vertrauens auf den unumstößlichen Felsen der Heiligen Schrift.

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Die Bibel - das Wort Gottes, Trost durch Göttliche Verheißungen