„Denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt.“ 1. Petrus 2,21
„Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.“ 1. Johannes 2,6
„Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe.“ Johannes 13,15

Wahrer christlicher Glaube wird dann in einem Menschen deutlich, wenn dieser Christus immer ähnlicher werden möchte. Es gibt vier Bereiche, in denen wir besonders darum bemüht sein sollten, Christus zum Vorbild zu nehmen:

1. Behandle Menschen so, wie Christus es tat.

Er war und ist stets um Andere bemüht. Sein Herz ist voller Mitleid mit uns, Er sorgt sich um unser tägliches Wohl, Er schützt uns vor den Angriffen des Feindes (vgl. Hebräer 4,15; Johannes 14,14; 2. Thessalonicher 3,3).
Jesus würde uns niemals etwas Schlechtes zumuten, es sei denn, es geschieht zu unserem Besten. Wären wir doch so voller Mitgefühl und Liebe, wie Christus es für die Seinen ist. Über Nabal wurde gesagt, dass er so ein bösartiger Mensch war, dass man nicht mit ihm reden konnte (vgl. 1. Samuel 25,17b). So gibt es viele Menschen, deren Herzen angefüllt sind mit Hass und Rache. Lasst uns stattdessen Christus ähnlich sein: sanftmütig und von Herzen demütig. Lasst uns für unsere Feinde beten und ihnen mit Liebe begegnen. David begegnete Saul mit Liebe, obwohl dieser ihn töten wollte. Als David Sauls Bosheit mit Barmherzigkeit erwiderte, begann Saul seine Taten zu bereuen  (vgl. 1 Samuel 24,17). Ein gefrorenes Herz kann durch die Wärme der Liebe schmelzen.

2. Sei demütig wie Christus.

„Er demütigte sich selbst“ (Philipper 2,8). Er gab seine himmlische Herrlichkeit auf, um für uns mit menschlicher Schwachheit bekleidet zu werden. Lasst uns gnädig sein, wie Christus gnädig ist. Demut ist die Zierde jedes Christen. In Gottes Augen sind wir am kostbarsten, wenn wir in unseren Augen am unwürdigsten sind. Lasst uns demütig sein wie Christus, Denn wir haben allen Grund, uns zu demütigen!
Sobald wir in uns blicken, sehen wir nichts als Sünde und Versagen. Die Sünde ist wie Ungeziefer in unserer Seele. „Wie groß ist meine Schuld und Sünde?“(Hiob 13,23). Zahlreich wie der Sand am Meer sind unsere Übertretungen und schwer wie die Berge, die aus dem Meer ragen. Augustinus rief zu dem Herrn: „Mein Herz ist Gottes Tempel und doch so voller Sünde.“
Wenn wir uns umschauen und andere Christen sehen, die kompromisslos Gott nachfolgen und Ihn verherrlichen, dann sollte uns dies demütigen. Sie bringen überreiche Frucht, während wir nur kleine Beeren hervorbringen.
Wenn wir hinabschauen, sehen wir die Erde, aus der Gott uns gestaltet hat. Und der Herr formte den Menschen aus dem Staub der Erde […] denn du bist Staub und zu Staub wirst du zurückkehren“ (1. Mose 2,7; 3,19). Muss uns dies nicht demütigen? Wir, die wir oft so stolz sind, was sind wir anderes als lebender Dreck? Worauf sollten wir stolz sein? Was ist der Mensch? Ein Kind des Staubes! Und was ist Staub? Staub ist Nichts!
Wenn wir hinaufschauen, sehen wir Gott, der dem Hochmütigen widersteht. Deshalb lasst uns demütig sein wie Christus.

3. Sei göttlich gesinnt, wie Christus es war.

Christus war nicht versessen auf menschlichen Ruhm oder Ehre. Er lehnte weltliche Würde und Anerkennung so sehr ab, wie Andere sie suchen. Als sie Ihn zum König machen wollten, lehnte Er ab. Er wollte lieber auf einem Esel reiten als auf einer Sänfte getragen zu werden. Er zog es vor, an einem hölzernen Kreuz zu sterben als mit Gold gekrönt zu werden.  Er verurteilte den Prunk und Reichtum dieser Welt. Er kam nicht in diese Welt, um sie zu vernichten, sondern dass die Welt durch Ihn gerettet werde. Jesus hatte in allem was Er tat Göttliches im Sinn.
Lasst uns sein wie Christus – in Bezug auf Gott und diese Welt. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten. Lasst uns nicht die Welt gewinnen und Schaden nehmen an unseren Seelen. Sei wie Christus in den Dingen dieser Welt.

4. Sei heilig, wie Christus heilig ist.

Keine Versuchung konnte über Ihn herrschen. Die Verlockungen dieser Welt hatten keinen Reiz für Ihn. „So wie der, der euch berufen hat heilig ist, so sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel“ (1. Petrus 1,15).

Ein Christ sollte beides sein: ein Magnet und ein Diamant. Ein Magnet, indem er Andere zu Christus zieht; ein Diamant, indem sein Leben die Herrlichkeit Christi widerspiegelt. Lasst uns gerecht sein in unseren Entscheidungen, zuverlässig in unseren Versprechen, voll Sehnsucht in unserer Anbetung, unsträflich in unserem Leben, damit wir als lebende Abbilder Jesu erkannt werden.

© Herold-Schriftenmission, Herold März 2012

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