Die Antwort auf diese Frage gibt uns Paulus in 1. Korinther 1,8:

»[Christus wird] euch festigen bis ans Ende, sodass ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus.«

Mit anderen Worten, die Gewissheit unserer Errettung liegt nicht darin, dass Gott mich auch dann retten wird, wenn ich aufhöre, an Ihn zu glauben, sondern dass Gott mich davor bewahrt, meinen Glauben zu verlieren. Das ist Gottes Verheißung. Doch wie kannst Du Dir dieser Verheißung sicher sein? Die Grundlage dieser Verheißung ist: »Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid.« Wenn Gott in Dir den lebendigen Glauben bewirkt hat, dann hat Er Dich zum ewigen Leben berufen, und dann verpflichtet Ihn seine Treue dazu, Dich im Glauben zu bewahren.

Stell dir vor, Gottes Berufung wäre eine bloße Einladung an Dich, Gemeinschaft mit seinem Sohn zu haben, und Du nimmst diese Einladung an. Doch nach einer Zeit bemerkst Du, dass die Gemeinschaft mit Jesus Dir nicht mehr die Erfüllung gibt, die Du gerne hättest und Du entschließt Dich, die Gemeinschaft mit Ihm wieder zu verlassen – dann würde Gottes Treue Ihn nicht dazu verpflichten, Dich in dieser Gemeinschaft festzuhalten, wenn du den Wunsch hast, wieder zu gehen.

Tatsächlich ist es aber so: Wenn Du durch den Glauben an Jesus Christus ein Kind Gottes geworden bist, dann darfst Du wissen, dass Du in der Gemeinschaft mit seinem Sohn bleibst, weil Gottes Berufung an uns keine bloße Einladung ist. Es besteht ein Unterschied zwischen Gottes allgemeinem Ruf an die Menschen und der effektiven Berufung zum ewigen Leben. Gottes Berufung ist die Auswirkung seiner ewigen Erwählung, und geschieht mit dem Ziel, jeden seiner Kinder zur ewigen Herrlichkeit zu führen.

»Schon vor aller Zeit hat Gott die Entscheidung getroffen, dass sie ihm gehören sollen. Darum hat er auch von Anfang an vorgesehen, dass ihr ganzes Wesen so umgestaltet wird, dass sie seinem Sohn gleich sind. Er ist das Bild, dem sie ähnlich werden sollen, denn er soll der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein.Und weil Gott sie für dieses Ziel bestimmt hat, hat er sie auch berufen. Und weil er sie berufen hat, hat er sie auch für gerecht erklärt. Und weil er sie für gerecht erklärt hat, hat er ihnen auch Anteil an seiner Herrlichkeit gegeben« (Römer 8,29-30).

Aus diesem Grund ist seine Treue die Versicherung dafür, dass ich zur Herrlichkeit gelangen werde. Wenn ich nicht zur Herrlichkeit gelange, obwohl ich dazu berufen bin, ist Gottes Treueeid gebrochen! Und Paulus wendet all seine Kraft darauf, in den Kapiteln 9-11 des Römerbriefes zu zeigen, dass Gottes Treue niemals gebrochen werden kann. Dies ist der Fels und der Grund meiner Hoffnung! Gott wird mich im Glauben bewahren und Er wird Dich im Glauben bewahren, denn seine Berufung ist eine Versicherung dafür, alle die zur Herrlichkeit zu führen, die Er dazu erwählt hat.

»Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres
Herrn« (1. Korinther 1,9).

© Herold-Schriftenmission, Herold Februar 2012

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Artikel, Evangelium, Trost durch Göttliche Verheißungen

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